Nochmals zwei Ligastarts

In der Woche nach der Challenge Kraichgau lies ich es anfangs etwas ruhiger angehen, um meinem Körper Zeit zur Erholung zu geben und ihn auf meine Urlaubs-/Trainingswoche vorzubereiten. Diese Woche war dann allerdings von Dauerregen geprägt. Zwar sammelte ich trotzdem viele km in allen drei Disziplinen, aber ich trainierte mit weniger Intensität als wie ich es mir vorgenommen hatte. Es machte halt einfach keinen richtigen Spaß zu trainieren, allerdings war ich auch jedesmal wieder ein bisschen Stolz auf mich, wenn ich nach mehreren Stunden im Regen vom Rad stieg oder mir die Laufschuhe auszog.

Mitte der Woche deutete sich bereits an, dass ich doch bei dem Ligawettkampf in Schömberg starten musste, um eine vollzählige Mannschaft an den Start zu kriegen. Nach einer frühen Abfahrt (5:00 Uhr) stand ich bei 8°C Lufttemperatur am Start und wartete darauf endlich in den warmen (16°C) Stausee springen zu dürfen. Das Schwimmen verlief überraschend gut, aber das Radln und das Laufen waren nach ca. 18 Wochentrainingsstunden nur eine einzige Qual: kalt, sehr schwere Radstrecke, mittelschwere Laufstrecke. Einfach nur Augen zu und durch.

Die folgende Woche riss dann natürlich die Wolkendecke auf und die Temperaturen wurden endlich sommerlich. Ich schaffte in dieser Woche zwar immer noch 12 Trainingsstunden, aber andersherum wäre es mir lieber gewesen. Am 27.06. startete ich dann nochmals für die 2. Mannschaft des Wöhrl Team SSV Ulm 1846 bei dem Ligawettkampf in Erbach. Bei diesmal wieder perfektem (fast zu heißem) Wetter war dies ein Wettkampf über die Olympische Distanz mit Windschattenfreigabe auf einem sehr schnellen Kurs. Kurz vor dem Schwimmen nahm ich noch ein Sponser Gel mit 29 g KH zu mir, da mein Blutzucker in der letzten Stunde von 230 mg/dl auf 165 mg/dl abgefallen war und somit eine sinkende Tendenz hatte. Das Schwimmen verlief ganz gut und ich kam im Mittelfeld aus dem Wasser. Zum Glück erwischte ich eine starke Radgruppe, in der ich auch etwas Kraft sparen konnte. Auf dem Weg nach vorne sammelten wir weitere Fahrer ein, so dass die Gruppe am Ende auf ein riesiges Feld von 50 Fahrern anstieg. Am Anfang der Radrunde hatte ich einen Blutzucker von 188 mg/dl, weswegen ich nach 10km noch ein weiteres Gel zu mir nahm. Leider stieg dadurch der Blutzucker bei km 35 auf einen Wert von über 300 mg/dl. Ich gab einen vorsichtigen Bolus von 1 Insulineinheit ab, nicht dass das Ergebnis durch Gelreste an den Fingern verfälscht war. Kurz vor dem zweiten Wechsel fuhr ich mit an die Spitze des großen Pulkes , wodurch ich als ca. fünfter Fahrer des Feldes vom Rad stieg. Fahrer die sich am Ende des Feldes aufhielten kamen erst eine Minute nach mir über die Zeitmessmatte, da sich ein Rückstau bildete. Nach einem schnellen Wechsel legte ich die abschließenden 10 km in knapp über 40 Minuten zurück. Aufgrund der Hitze war der Griff zum Wasserschwamm an jeder Verpflegungsstation obligatorisch. Am Ende reichte es zu einem 21. Rang in der Einzelwertung und zum vierten Platz in der Mannschaftswertung. Als Belohnung gab es dafür zwei Boxen mit Eneergiegels von Squeezy. Die Erholung nach diesem Wettkampf verlief ohne Probleme, mein Körper zeigte keinerlei Belastungserscheinungen, so dass ich das Gefühl habe auf dem richtigen Weg zur Challenge Roth zu sein.

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