Ulmer Stadtlauf

Am letzten Sonntag startete ich zum ersten mal beim Ulmer Stadtlauf. Ich wohne zwar inzwischen schon einige Jahre in Ulm, habe es aber nie geschafft, bei diesem Lauf zu Füßen des höchsten Kirchturms der Welt zu starten, denn die letzten Jahre fiel er immer mit dem Saisonstart im Triathlon zusammen. Die Temperaturen waren mit rund 25°C sehr warm und die Luft sehr trocken. Am Start standen rund 750 Läufer und Läuferinnen, eine wie ich finde beachtliche Teilnehmerzahl. Der Kurs war eine fünfmal zu laufende Runde mit vielen Kurven und Ecken. Vor dem Start war der Verlauf meines Blutzuckers  ideal. Ich hatte durchgängig Werte zwischen 100 mg/dl und 150 mg/dl. Da er 20 Minuten vor dem Start, nach dem ersten Aufwärmen, aber eine fallende Tendenz hatte, nahm ich noch schnell ein Gel mit 22 g Kohlenhydraten zu mir. Ich führe die guten Werte in Öpfingen und in Ulm auf den Freestyle Navigator und auch auf meine geringere Nervosität vor Wettkämpfen zurück. Mit der Zeit kriegt man halt einfach mehr Routine.

Beim Start reihte ich mich in der vierten Reihe ein, um mich nicht gleich am Anfang durch die Läufermassen kämpfen zu müssen. Nach dem Startschuss ging es mit einigem Gerangel gleich schnell zur Sache. Nach rund 500 m wurde es aber etwas ruhiger und ich versuchte mein Tempo zu finden. Die erste Runde lief ich in 7:30 min., eigentlich fast zu schnell. Bereits nach rund 3,5 km standen die ersten Überrundungen an. Waren diese anfangs noch ohne Probleme zu meistern, sah es einen Kilometer später schon ganz anders aus. Die Strecke war einfach sehr voll. Wegen der engen und verwinkelten Strecke wurde das Überholen noch zusätzlich erschwert. Nach zwei Runden hatte ich wegen der Hitze und der Trockenheit einen so trockenen Mund, dass ich zu einem Becher Wasser griff. Mit einem Blick auf den Navigator kontrollierte ich auch noch meinen Blutzucker: 140 mg/dl. Alles im grünen Bereich.

Auf den weiteren Runden schaffte ich es, ein gleichmäßiges Tempo zu laufen und noch ein paar Plätze gut zu machen. Die heiße Witterung machte sich gegen Ende des Laufes nochmals durch einen trockenen Hals bemerkbar. Auf den letzten 500 m versuchte ich noch, durch lautes Rufen die zu überrundenden Läufer dazu zu bewegen kleine Lücken zu lassen und setzte zu einem Endspurt an. Im Ziel hatte ich eine Zeit von 38:47 min., welche einen 34. Platz im Gesamtklassement und einen 5. Platz in meiner Altersklasse bedeutete. Mit weniger Läufern auf der Strecke wäre heute vielleicht eine neue Bestzeit möglich gewesen. Der Blutzucker lag weiterhin bei ca. 140mg/dl und auch die Diagrammdarstellung zeigte fast eine Gerade vor und während des Laufes. So sollte es eigentlich immer sein. Zufrieden lies ich mir dann bei der Zielverpflegung ein Gold Ochsen Radler von unserem neuen Hauptsponsor schmecken.

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