Land Unter im Allgäu

Die Wettervorhersage bereitete die Sportler ja schon darauf vor, was für Bedingungen man beim Allgäu Triathlon 2011 zu erwarten hatte, aber irgendwie wollte man es nicht wahrhaben und fuhr halt doch hin. Es wurde ein Triathlon mit Dauerregen, Kälte, durchnässter Kleidung und tausenden Regenpfützen.

Zusammen mit mehreren Vereinskollegen reiste ich am Vortag an, holte die Startunterlagen, genoss zum erstenmal eine Nudelparty und übernachtete dann in ca. 30 min Entfernung in einem Haus am Rottachsee. Die Bedingungen waren zu diesem Zeitpunkt eigentlich noch ganz annehmbar, kühl aber trocken. Am nächsten Morgen sah es dann schon schlechter aus. Inzwischen regnete es leicht und zusammen mit den niedrigen Temperaturen ergab dies eine unangenehme Mischung. Rechtzeitig zum Start wurde der Regen dann auch noch stärker und ich begann zu überlegen, ob ein Start überhaupt sinnvoll sei. Schwimmen wollte ich aber auf jeden Fall und so stieg ich in den kühlen Alpsee. Nach ewig langen 29 min (meine langsamste Schwimmzeit aller Zeiten) kam ich beim Schwimmausstieg an, schnappte mir meinen nassen Wechselbeutel und begab mich ins Zelt zum Umziehen. Dort lies ich mir viel Zeit beim Wechsel und überlegte mir lange ob sowas noch Spaß machen kann. Mütze, lange Handschuhe, Windjacke und Zehenüberschuhe für die Radschuhe sollten mich vor den Bedingungen schützen. Ich watete durch die Wiese zu meinem Rad und machte mich auf den Weg zum Kalvarienberg. Dort standen trotz des schlechten Wetters viele Zuschauer Spalier und feuerten die Sportler auf dem Weg nach oben an. Ich hatte jetzt eigentlich ein ganz gutes Gefühl und fuhr locker weiter in Richtung des zweiten Anstiegs von Niedersonthofen nach Diepolz. Dieser zog sich doch erheblich länger und forderte den Startern einiges ab. Auf der Abfahrt lies ich es langsam angehen um das Sturzrisiko zu minimieren. Danach folgten dann die ersten Kilometer auf denen sich ein Aerolenker richtig auszahlt. Der Anstieg von Missen nach Zaumberg ist im Vergleich zu den vorherigen Anstiegen eher flach und lässt sich gut wegdrücken. Anschließend kam die letzte Abfahrt nach Immenstadt, wo dann der Wechsel zum Laufen erfolgte. Meine Laufschuhe hatte ich klugerweise im Wechselbeutel noch zusätzlich in eine Plastiktüte gesteckt, so dass diese trocken waren. War aber eigentlich egal, da auf der Wechselwiese das Wasser stand und es genügend tiefe Pfützen auf der Strecke gab um sie gleich nass zu machen. Beim Laufen lief es von Anfang an richtig gut für mich. Ich steigerte mich innerhalb des ersten Kilometers auf mein angestrebtes Lauftempo von 4:00 min/km und konnte dies sogar noch steigern. Nach und nach sammelte ich einen Konkurrenten nach dem anderen ein. Mein Jahresziel, bei einem Triathlon in diesem Jahr die 10 km unter 40 min. zu absolvieren, rückte in greifbare Nähe. Beim Einlauf ins Stadion lief es dann aber doch noch schief. Anstatt auf die Schlussrunde Richtung Ziel, lief ich einem Konkurrenten vor mir hinterher und bog in die 2. Laufrunde der Mitteldistanzstarter ein. Erst als uns nach 300 m Läufer entgegenliefen, die wir bereits überholt hatten, bemerkten wir unseren Irrtum. Nach einer kurzen Orientierungsphase übersprangen wir einfach eine Streckenbegrenzung und liefen nun ins Ziel. Und als ich von dort dann einen Blick auf die entscheidende Weggabelung warf, stand dort nun wieder ein Ordner der die Teilnehmer entsprechend ihrer Distanz in die richtige Richtung wies. Meine Laufzeit für die 10 Laufkilometer betrug insgesamt 41:50 min., da hätte es schon mit den 40 min klappen können. Tja, blöd gelaufen.

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