Wieder ein verregneter Samstag im Allgäu

Als ich am Samstag am Ufer des Großen Alpsees in Immenstadt stand, da machte ich mir noch Hoffnungen, dass das Wetter doch nicht so schlecht wird wie angekündigt. Der Himmel war zwar mit Wolken bedeckt, aber immerhin regnete es nicht. Also checkte ich frohen Mutes ein und deponierte sicherheitshalber noch Armlinge und eine Windweste im Wechselbeutel. Dann begab ich mich zum Startbereich und quetschte mich mit Hilfe meines Teamkollegen Flo vom Gold Ochsen Team SSV Ulm 1846 in meinen inzwischen scheinbar geschrumpften Neo. In den letzten Minuten vor dem Start versuchte ich mich noch kurz warm zu schwimmen.

Nach dem Start hielt ich mich aus dem Gröbsten raus und schnell fand ich meinen Rhythmus. Das Schwimmen im ca. 18°C kalten See verging gefühlt wie im Fluge. Die ersten zwei Wendebojen konnte ich schnell hinter mir lassen. Nur der Weg zurück zum Ufer zog sich dann doch etwas. Dort gingen mir auch langsam die Kräfte aus. Nach rund 37 min. war das Schwimmen dann vorbei und ich begab mich in das Wechselzelt. Dort entschied ich mich dazu, doch erstmal alle meine Klamotten anzuziehen und verlängerte so den Aufenthalt in der Wechselzone um einige Minuten. Dann schnappte ich mein Rad und begab mich auf die Radrunde. Noch war das Wetter trocken und ich fühlte mich wohl auf meinem Rad.

Aber nach rund 15-20 km begann es dann zu regnen. Zum Glück nicht so stark wie letztes Jahr, aber in Verbindung mit dem kalten Wind wurde es schnell sehr kalt. Während des langen Anstiegs von Niedersonthofen nach Diepolz war die Kälte wegen der Belastung noch nicht so zu spüren, aber nach der Abfahrt nach Immenstadt begann ich zu zittern und zu bibbern. Wäre meine Familie dort am Kalvarienberg gestanden, hätte ich dort angehalten, ein paar Bussis verteilt und wäre dann wahrscheinlich nicht mehr losgeradelt. Da diese sich aber verspätet hatten, bin ich halt erstmal weitergeradelt. Auf dem eher flachen Abschnitt Richtung Niedersonthofen wurde ich regelrecht durchgereicht. Als es zum zweiten Mal den Anstieg Richtung Diepolz zu bewältigen gab, wurden meine Beine nach rund einem halben Kilometer wieder warm und ich begann Fahrer wieder zu überholen. Leider folgten danach wieder die Abfahrten nach Missen und nach Immenstadt, so dass ich ziemlich durchgefroren in der zweiten Wechselzone ankam. Ironischerweise hörte es ziemlich genau bei der Ortseinfahrt Immenstadt wieder auf zu regnen.

Nach dem Wechsel zum Laufen fühlte sich meine Füße anfangs sehr hart und unbeweglich an. Ein typisches Zeichen für zu kalte Füße. Hatte ich bereit bei einem anderen Wettkampf vor zwei Jahren in Schömberg. Auch wenn es mir auf den ersten Kilometern sehr schwer fiel, versuchte ich meinen Rhythmus zu finden, um eine Laufzeit von unter 1:30 über die 20 km zu realisieren. Nach rund fünf Kilometern wurden dann auch meine Beine und Füße wärmer und ich konnte sogar etwas beschleunigen. Die letzten Kilometer waren dann wieder schwer, aber ich konnte das Tempo halten und schaffte trotz einer Pinkelpause und einem kurzen Plausch mit der Familie über die Leiden eines Triathleten wenigstens mein Laufziel. Nach einer Gesamtzeit von 5:09:47 überquerte ich den Zielstrich und war mit dieser Zeit dann doch sehr zufrieden. Wenn es doch beim Allgäu Triathlon nicht immer regnen würde…

 

 

 

 

 

 

 

Zu meinem Blutzuckerverlauf während des Wettkampfes und meiner Insulineinstellung schreibe ich demnächst noch etwas.

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